Ausstattung häusliche Pflege

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausstattung für die häusliche Pflege

 

 

 

 

 

Die meisten pflegebedürftigen Menschen möchten so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung bleiben, d.h. in ihrem eigenen Haus. Um eine möglichst gute Pflege zu gewährleisten, können sich die pflegenden Angehörigen die Arbeit mit einem ambulanten Pflegedienst teilen oder idealerweise eine ausländische Pflegekraft, zum Beispiel aus Polen, engagieren, die bei der pflegebedürftigen Person wohnt und sie ganztägig betreut. Doch ganz gleich auf welche Variante die Wahl bei der häuslichen Pflege fällt: Eine gewisse Grundausstattung sollte zuhause vorhanden sein. Dazu gewährt die Pflegeversicherung übrigens einen Pflegehilfsmittelzuschuss in Höhe von 40 Euro monatlich. Dieser kann bei der zuständigen Krankenkasse beantragt werden.

 

Der Zuschuss deckt zwar maximal einen Teil der laufenden Kosten wie Pflegeprodukte aus der Drogerie und Apotheke, doch zumindest bietet er eine kleine finanzielle Erleichterung.

 

Grundausstattung bei der häuslichen Pflege

 

Die Ausstattung orientiert sich natürlich an den individuellen Bedürfnissen der pflegenden Person. Wer noch gut mobil ist und sich ohne Hilfe in der eigenen Wohnung fortbewegen kann, benötigt nur wenige Hilfsmittel. Hier ist z.B. ein kleiner Schrank sinnvoll, in dem griffbereit alle Medikamente und technische Hilfsgeräte wie der Blutdruckmesser aufbewahrt werden. Leidet die pflegebedürftige Person unter Demenz, sollte der Schrank abschließbar sein.

 

Kommen Mobilitätsprobleme hinzu, sind Hilfsmittel wie ein Rollator und ein Toilettenstuhl sinnvoll. Wurde das Badezimmer noch nicht barrierefrei umgestaltet, ist dies ein wichtiger Schritt, der nicht vernachlässigt werden darf. Auf nassem Boden besteht die größte Rutsch- und Sturzgefahr für Senioren. Verfügt das Haus über zwei Etagen, wird irgendwann ein Treppenlift sinnvoll sein um das Überwinden der Treppe zu erleichtern.

 

Ausstattung des Pflegezimmers

 

Irgendwann wird jedoch ein Punkt erreicht sein, an dem sich die pflegebedürftige Person vor allem im Bett aufhalten wird. Manche wünschen sich, dass das Wohnzimmer – ihr Lebensmittelpunkt – zum Pflegezimmer umgestaltet wird. Dies ist jedoch nur eine sinnvolle Option, wenn ein Badezimmer auf der gleichen Etage vorhanden ist. In einem klassisch aufgeteilten Haus ist es meist praktischer, das Schlafzimmer ins Pflegezimmere zu verwandeln und um Einrichtungsgegenstände aus dem Wohnzimmer zu ergänzen. Dabei darf der Fernseher nicht fehlen, der oft der wichtigste Draht zur Außenwelt darstellt. Kann sich die pflegebedürftige Person nicht mehr telefonisch melden, sollte ein Funkgong oder ein Babyfon am Bett installiert werden. So kann stets Hilfe geholt werden, wenn sich die pflegenden Personen in anderen Räumen aufhalten.

 

Ein Pflegebett kann eine große Erleichterung für beide Seiten sein. Wie ein Krankenhausbett kann es auf Knopfdruck verstellt werden, so dass sich der Pflegebedürftige leicht aufrichten kann. Außerdem kann es abgesenkt werden, was das Verlassen des Bettes erleichtert. Eine über dem Bett angebrachte Halte-Triangel und Seitengitter unterstützen die Beweglichkeit des Pflegebedürftigen. Je nach Pflegestufe werden die Kosten für das Pflegebett von den Krankenkassen übernommen. Wichtig: Das Pflegebett sollte so stehen, dass der Pflegebedürftige aus dem Fenster schauen kann. Hier ist ein Beispiel für ein Premium-Modell zu sehen, das über eine integrierte Aufstehhilfe verfügt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da es bei pflegebedürftigen und dementen Personen häufig Probleme mit Inkontinenz gibt, sollte im Pflegezimmer auf gute Hygiene geachtet werden. Dazu gehören u.a. ein spezieller Schutz für die Matratze des Bettes, Inkontinenzslips und bei Bedarf ein abwaschbarer Fußbodenbelag. Für die pflegenden Personen sollte eine Schachtel Einmalhandschuhe bereit stehen, die bei der Körperreinigung angezogen werden können.

 

Weitere Pflegehilfsmittel sind Hautcremes, die vor Wundliegen schützen, Verbandmaterial, Bandagen und ähnliches. Sanitätshäuser beraten hier gerne. Da viele ältere Menschen leicht frieren, könnten Hilfsmittel wie elektrische Decken, Wärmeflaschen und Weizenkissen ihnen wohlige Wärme verschaffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausstattung häusliche Pflege