Erholung für Pflegende Kuren und Reha-Angebote für Pflegepersonal und Angehörige... So können Sie entspannen >>

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer pflegt die Pfleger? Kuren und Reha-Angebote

 

Kaum etwas ist für Menschen so belastend wie die tägliche Pflege eines bedürftigen Angehörigen. Wer es sich leisten kann, wird auf eine ausgewogene Mischung von ambulanten Pflegediensten, häuslicher Pflege durch polnische Pflegekräfte die im Haus leben und die persönliche Anwesenheit setzen. Doch nicht jeder kann sich eine liebevolle Pflegehilfe aus Polen zur Betreuung eines pflegebedürftigen Angehörigen leisten. Stattdessen reiben sich die Betroffenen beim Spagat zwischen Pflege, Arbeitsplatz, der eigenen Familie und den privaten Bedürfnissen auf. Nicht selten kommt es dabei zu einem Burnout oder zu Depressionen.

 

Kur oder Reha für pflegende Angehörige nutzen

 

Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten pflegende Angehörige die Angebote der Krankenkassen für Kuren und Rehabilitationsmaßnahmen nutzen. Eine Reha kann dann beantragt werden, wenn es bereits zu Erkrankungen gekommen ist, z.B. zu Rückenschmerzen durch die körperliche Belastung der Pflege oder zu depressiven Verstimmungen. Eine Kur dient dagegen zur Vorbeugung eben dieser Erkrankungen. Wer sich beispielsweise chronisch erschöpft und gestresst fühlt, sollte eine Kur beantragen um den drohenden Burnout noch zu vermeiden.

 

Kuren für pflegende Angehörige

 

Dabei wird zwischen der ambulanten Vorsorgekur und der Kompaktkur unterschieden. Beide gehören zu den ambulanten Vorsorgeleistungen nach §23 SGB V, Abs. 2. Sie unterscheiden sich nur darin, dass die Kompaktkur bei bestimmten Krankheitsbildern verordnet wird, während die ambulante Vorsorgekur eher für allgemeine leichtere Gesundheitsprobleme verordnet wird. Bei der Kompaktkur wird der Kurort außerdem von der Krankenkasse bestimmt, während er bei einer Vorsorgekur frei vom Patienten (nach Rücksprache mit dem Arzt) gewählt werden kann. Für beide Kuren gilt:

 

  • Die Krankenkasse übernimmt die Arztkosten und 90% der Kurmittelkosten
  • Täglicher Zuschuss von maximal 13 Euro zu den Aufenthaltskosten
  • Unterkunft und Verpflegung frei wählbar
  • Aufenthalt in einem staatlich anerkannten Kurort/Heilbad
  • Dauer zwei bis drei Wochen
  • Für die pflegebedürftige Person wird in dieser Zeit die Aufnahme in eine Kurzzeitpflegeeinrichtung organisiert.

 

Immer häufiger werden spezielle Kuren für pflegende Angehörige angeboten, bei denen nicht nur die körperlichen Symptome behandelt werden. Die Kurgäste nehmen außerdem an Schulungen und Gesprächskreisen zum Thema Pflege teil, erhalten eine psychologische Betreuung und können sich mit anderen Betroffenen austauschen.

 

Reha-Maßnahmen für pflegende Angehörige

 

Reha-Maßnahmen können ambulant oder stationär verordnet werden. Bei der ambulanten Reha können Betroffene ein Reha-Zentrum im eigenen Wohnort aufsuchen und weiter zuhause wohnen. Sie nehmen etwa drei Wochen lang täglich mehrere Stunden an den Reha-Maßnahmen teil. Für die pflegebedürftige Person wird in dieser Zeit eine Betreuung organisiert.

Reichen ambulante Maßnahmen nicht aus, kann eine stationäre Maßnahme verordnet werden. In diesem Fall wird die Krankenkasse, bzw. der Rentenversicherungsverträge den Ort und die Reha-Einrichtung auswählen. Der Aufenthalt dauert ebenfalls drei Wochen. Die pflegebedürftige Person wird in dieser Zeit in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung betreut.

 

Erholungsurlaub: Verhinderungspflege nutzen!

 

Viele pflegende Angehörige tun sich schwer mit dem Gedanken, in Urlaub zu fahren, obwohl daheim jemand auf sie angewiesen ist. Dabei haben gerade sie einen Erholungsurlaub oft sehr nötig. Dies sieht auch die Politik so und hat zu diesem Zweck die Verhinderungspflege eingeführt: Danach haben pflegende Angehörige das Recht auf sechs Wochen Urlaub im Jahr. In dieser Zeit wird der Pflegebedürftige anderweitig betreut, z.B. durch die Unterbringung in einem Kurzzeitpflegeheim oder durch ambulante Betreuung zuhause.

 

Daneben gibt es immer mehr Möglichkeiten, gemeinsam mit der pflegebedürftigen Person einen Erholungsurlaub zu unternehmen. So können beide gemeinsam einmal einen Tapetenwechsel erleben und die pflegende Person kann sich täglich einige Stunden alleine erholen, während das geschulte Personal der speziell eingerichteten Pflegehotels die Betreuung übernimmt.

 

Doch ganz gleich ob Erholungsurlaub, Kur oder Reha: Alle Erholungsmaßnahmen müssen bei der jeweiligen Krankenkasse beantragt werden. Bei Kuren und Reha-Maßnahmen sollte zunächst ein Besuch beim eigenen Hausarzt erfolgen. Dieser wird dann bescheinigen, dass die Kur/Reha eine sinnvolle Maßnahme ist und dem Antrag stattgegeben werden sollte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erholung für pflegende Angehörige